Was tun im Todesfall?

Ein Ratgeber über die nötigen Schritte im Sterbefall

Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, was nach einem Todesfall zu tun ist, welche Unterlagen benötigt werden und wie es in den nächsten Tagen weitergeht.
Wenn Sie sofort Unterstützung benötigen, begleiten wir Sie vom ersten Moment an persönlich, Tag und Nacht.
Trauernde Person sitzt mit gesenktem Kopf und bedecktem Gesicht als Symbol für einen Todesfall
Schnellhilfe

Checkliste Todesfall

Verständigen Sie im Notfall den Notruf unter 112. In anderen Fällen kann beispielsweise der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktiert werden. Ein Arzt führt anschließend die Leichenschau durch und stellt die Todesbescheinigung aus.

Nehmen Sie sich Zeit, um die engsten Angehörigen und wichtigen Bezugspersonen zu benachrichtigen. Es kann hilfreich sein, diese ersten Schritte gemeinsam zu bewältigen.

Der Ablauf unterscheidet sich leicht, je nachdem, ob der Todesfall zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz eingetreten ist. Im nächsten Abschnitt erklären wir Ihnen, was bei den unterschiedlichen Fällen zu beachten ist.

Nach Feststellung des Todes können Sie ein Bestattungsunternehmen als Beistand kontaktieren. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt dieser viele Aufgaben für Sie und steht Ihnen in der kommenden Zeit zur Seite.

Kostenlose Checkliste Todesfall als PDF

Alle wichtigen Schritte nach einem Todesfall übersichtlich zusammengefasst, als kostenlose PDF zum Ausdrucken oder Speichern.
Daniel Paul & Max Baar vom Bestattungshaus Paul & Baar

Bestattungshaus Paul & Baar

Ihre Bestatter für Chemnitz & Sachsen

Wir sind Daniel Paul & Max Baar. Als junge und mitfühlende Bestatter in Chemnitz, Mittweida und Umgebung gestalten wir würdevolle Abschiede für Ihre Lieben. Unsere individuellen Abschiede mit kreativem Naturkonzept bieten Trost und Erinnerungen. Hier erfahren Sie mehr über uns, unsere Philosophie und wobei wir Ihnen konkret helfen können.

Die nächsten Schritte je nach Sterbeort

Wo ein Mensch verstirbt, zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz, hat Einfluss auf den weiteren Ablauf. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick. Ausführliche Informationen zu Ihrer Situation erhalten Sie auf den jeweiligen Detailseiten.

Todesfall zu Hause

Wenn ein Angehöriger zu Hause verstirbt, sollten Sie zunächst den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder Notruf verständigen. Der Arzt stellt den Tod fest und stellt den Totenschein aus.

Todesfall im Krankenhaus

Wenn ein Angehöriger im Krankenhaus verstirbt, übernimmt das medizinische Personal zunächst alle notwendigen Schritte. Der Tod wird ärztlich festgestellt und die Angehörigen werden informiert.

Todesfall im Pflegeheim

Auch hier wird der Tod zunächst durch einen Arzt festgestellt. Anschließend informiert das Pflegepersonal die Angehörigen und unterstützt sie bei den ersten organisatorischen Schritten.

Todesfall im Hospiz

Ein Hospiz begleitet schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen oft über einen längeren Zeitraum. Tritt der Todesfall ein, kümmert sich das Personal zunächst um die medizinisch notwendigen Schritte und informiert die Angehörigen.

Wichtige Fristen nach einem Todesfall

Nach einem Todesfall müssen Angehörige verschiedene gesetzliche und organisatorische Fristen einhalten:
Sofort
Arzt verständigen

Einen Arzt verständigen, der den Tod feststellt und den Totenschein ausstellt.

24 bis 36 Stunden
Bestatter beauftragen

Ein Bestattungsunter­nehmen kontaktieren und die Überführung organisieren lassen.

3 Werktage
Sterbefall anzeigen

Den Todesfall beim Standesamt anzeigen und die Sterbeurkunde beantragen. Dies übernimmt in der Regel der Bestatter.

8 Tage
Bestattung durchführen

In Sachsen muss die Erdbestattung oder Einäscherung innerhalb der gesetzlichen Frist erfolgen.

Danach
Weitere Aufgaben

Nachlass regeln, Banken, Verträge und Arbeitgeber informieren, Grabgestaltung planen, digitalen Nachlass klären und Vorsorge überdenken.

Bestattungsfrist Sachsen

In Sachsen muss eine Erdbestattung frühestens 48 Stunden und spätestens innerhalb von acht Tagen nach Feststellung des Todes erfolgen. Wochenenden und Feiertage werden bei der Berechnung dieser Frist nicht mitgezählt.

Hinweis: Bei einer Feuerbestattung gilt diese Frist für die Einäscherung. Für die Beisetzung der Urne bleiben in Sachsen bis zu 6 Monate Zeit.
Gesetzeslage in Sachsen: Hier geht es zum neuen Bestattungsgesetz.

Was tun im Todesfall

Arzt und Totenschein

Nachdem ein Arzt den Tod festgestellt hat, stellt er den Totenschein (Todesbescheinigung) aus. Dieses Dokument bestätigt den Tod offiziell und ist Voraussetzung für alle weiteren Schritte.

Warum ist der Totenschein wichtig?

Der Totenschein dient als offizieller Nachweis des Todes und enthält unter anderem Angaben zur Identität des Verstorbenen, zum Todeszeitpunkt sowie zur Todesart. Er wird später unter anderem für die Ausstellung der Sterbeurkunde benötigt.

Wer stellt den Totenschein aus?

Wer den Totenschein ausstellt, hängt wie oben bereits beschrieben davon ab, wo der Todesfall eingetreten ist:

Wie geht es danach weiter?

Sobald der Totenschein vorliegt, kann die Überführung des Verstorbenen erfolgen.

Überführung eines Verstorbenen

Das Bringen eines verstorbenen Menschen vom Sterbeort zum Krematorium oder Beerdigungsort.

Was tun im Todesfall

Bestatter kontaktieren

Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie noch nicht alle Entscheidungen treffen oder alle Unterlagen bereithalten. Wichtig ist zunächst nur, dass Sie jemanden an Ihrer Seite haben, der Sie durch die nächsten Tage begleitet und Ihnen organisatorische Aufgaben abnimmt.

Welche Aufgaben übernimmt der Bestatter?

Ab dem Zeitpunkt Ihrer Beauftragung kümmert sich Ihr ausgewählter Bestatter um zahlreiche Formalitäten und organisatorische Schritte, damit Sie sich in Ruhe von Ihrem Angehörigen verabschieden können. Dazu gehören unter anderem:
Welche dieser Leistungen im Einzelfall erforderlich sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation und der gewünschten Bestattungsart ab.

Wann sollte ich einen Bestatter beauftragen?

In der Regel wird ein Bestatter innerhalb von 24 bis 36 Stunden nach Eintritt des Todes beauftragt.
Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, um ein Bestattungsunternehmen Ihres Vertrauens auszuwählen. Sie entscheiden selbst, wem Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe anvertrauen möchten.
Wenn Sie sich für Paul & Baar entscheiden, stehen wir Ihnen Tag und Nacht persönlich zur Seite. Wir erklären Ihnen jeden Schritt verständlich, beantworten Ihre Fragen und begleiten Sie vom ersten Telefonat bis weit über die Bestattung hinaus.
Mehr über unsere Begleitung im Trauerfall erfahren:
Bestattungshaus Paul & Baar in Chemnitz

Lokal: Bestatter in Chemnitz

Als Bestattungsunternehmen in Chemnitz und Umgebung mit 5 Jahren Erfahrung kennen wir die lokalen Abläufe, Behörden und Ansprechpartner. Wir beantragen die Sterbeurkunde für Sie beim Standesamt Chemnitz in der Bahnhofstraße 53 und beschaffen die benötigten Ausfertigungen für Banken, Versicherungen, Rentenversicherung und weitere Stellen.

  • Organisation der Bestattung und Trauerfeier: Bestattungsart, Sarg oder Urne, Blumen, Musik und Trauerrede.
  • Abstimmung mit Friedhof oder Krematorium: Terminplanung, Grabwahl, Anmeldung der Beisetzung und Kommunikation mit den städtischen Friedhöfen und dem Krematorium in Chemnitz.
  • Besondere Bestattungsformen: Diamant, Kristall und Baumbestattungen.

Sie müssen sich in dieser Zeit um nichts allein kümmern.
Wir sind 24 Stunden erreichbar.

Was tun im Todesfall

Benötigte Unterlagen

Für die Beurkundung des Sterbefalls bei dem zuständigen Standesamt und die Organisation der Bestattung sind folgende Dokumente erforderlich:
Je nach Situation können weitere Unterlagen erforderlich sein, etwa eine Bestattungsvorsorge oder vorhandene Grabunterlagen.

Wofür wird die Sterbeurkunde benötigt?

Die Sterbeurkunde wird für zahlreiche organisatorische und rechtliche Angelegenheiten benötigt. Sie ist beispielsweise erforderlich für die Abwicklung von Bank- und Versicherungsangelegenheiten, die Kommunikation mit Krankenkassen, Rentenversicherung oder Arbeitgebern sowie bei Nachlassangelegenheiten, Vertragskündigungen und der Beantragung von Hinterbliebenenleistungen.

Wie viele Sterbeurkunden benötige ich?

Da häufig mehrere Stellen eine Originalurkunde verlangen, empfiehlt es sich, gleich mehrere Ausfertigungen zu beantragen.

Kostenlose Checkliste Todesfall als PDF

Laden Sie unsere kompakte Checkliste herunter und behalten Sie in einer belastenden Situation den Überblick über die wichtigsten Schritte nach einem Todesfall.

Was tun im Todesfall

Welche Behörden und Versicherungen müssen über den Todesfall informiert werden?

Welche Stellen betroffen sind, hängt von der persönlichen Lebenssituation des Verstorbenen ab.

Krankenkasse und Rentenversicherung

Die Krankenkasse muss über den Todesfall informiert werden. Hat der Verstorbene bereits eine Rente bezogen, wird auch die Rentenversicherung benachrichtigt. In vielen Fällen erfolgt diese Mitteilung automatisch über das Standesamt. Hinterbliebene müssen die Hinterbliebenenrente jedoch selbst beantragen.

Banken und Versicherungen

Auch Banken sowie bestehende Versicherungen, beispielsweise Lebens-, Unfall- oder Haftpflichtversicherungen, sollten zeitnah informiert werden. Je nach Vertrag können Fristen gelten oder Leistungen beantragt werden.

Arbeitgeber und weitere Vertragspartner

War der Verstorbene noch berufstätig, muss auch der Arbeitgeber benachrichtigt werden. Darüber hinaus müssen bestehende Verträge für Telefon, Strom, Internet oder Mitgliedschaften geprüft und gegebenenfalls gekündigt oder umgeschrieben werden.

Sind die Formalitäten erledigt, beginnt die Planung der eigentlichen Bestattung.

Die nächsten Schritte bis zur Bestattung

Bestattungsart auswählen

Zunächst entscheiden Sie, welche Bestattungsart den Wünschen des Verstorbenen und Ihrer Familie entspricht. Neben der klassischen Erd- und Feuerbestattung gibt es heute verschiedene weitere Möglichkeiten, beispielsweise eine Baum-, See- oder Naturbestattung.

Ort und Ablauf der Trauerfeier festlegen

Anschließend erfolgt die Planung der Trauerfeier. In einer Friedhofskapelle, einer Kirche oder an einem anderen Ort. Musik, persönliche Worte, Bilder oder besondere Rituale machen die Zeremonie zu einem würdevollen Erinnerungsmoment.

Termine und Organisation

Wir stimmen alle notwendigen Termine mit Friedhof, Krematorium, Kirche oder Trauerredner ab. Auch Trauerdruck, Floristik oder die Auswahl der Grabstätte können wir gemeinsam mit Ihnen besprechen.

Was kostet eine Bestattung?

Die Gesamtkosten einer Bestattung setzen sich in der Regel aus den genannten Bestandteilen zusammen:
Je nach Bestattungsart und Friedhof können sich diese Kosten deutlich unterscheiden.

Was ist nach einer Bestattung zu erledigen?

Mit der Bestattung ist die Organisation des Abschieds zwar abgeschlossen, doch es stehen oft noch einige Aufgaben bevor. Viele Formalitäten können in den Tagen und Wochen nach der Beisetzung in Ruhe erledigt werden. Sie müssen nicht alles sofort regeln. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie diese benötigen.

Danksagungen und Erinnerungen

Nach der Trauerfeier möchten sich viele Familien bei allen bedanken, die ihre Anteilnahme ausgedrückt oder sie begleitet haben. Dies kann persönlich, mit einer Danksagungskarte oder über eine Traueranzeige geschehen.

Paul und Baar übernimmt:

Nachlass regeln

Je nach persönlicher Situation sind nun weitere organisatorische Schritte erforderlich. Dazu gehören beispielsweise die Sichtung wichtiger Unterlagen, die Regelung des Nachlasses oder die Kommunikation mit Banken, Behörden und Vertragspartnern. Viele dieser Aufgaben können zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden.

Grabstein und Grabpflege

Falls eine Grabstätte gewählt wurde, stehen später Entscheidungen zur Grabgestaltung an. Dazu gehören unter anderem die Auswahl eines Grabsteins, die Bepflanzung und die langfristige Grabpflege. Wann diese Schritte erfolgen können, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Friedhofs ab.

Digitaler Nachlass

Neben den klassischen Unterlagen hinterlassen viele Menschen heute auch digitale Konten und Verträge. Dazu gehören beispielsweise E-Mail-Postfächer, Online-Banking, soziale Netzwerke, Streaming-Dienste oder Cloud-Speicher. Diese sollten im Todesfall geprüft, gesichert oder gelöscht werden. Es empfiehlt sich, frühzeitig eine Übersicht über bestehende Online-Konten anzulegen.

Vorsorge für die Zukunft

Nach einem Todesfall beschäftigen sich viele Angehörige erstmals mit der eigenen Bestattungsvorsorge. Eine frühzeitige Vorsorge entlastet die Familie im Ernstfall und stellt sicher, dass die persönlichen Wünsche später berücksichtigt werden.

Daniel Paul und Max Baar zusammen mit Hund Rio im Wald für ein Portrait, Bestattungshaus

Daniel Paul & Max Baar

Ihre Ansprechpartner im Trauerfall mit Hund Rio

Bestattungshaus Paul & Baar

Ihre Bestatter in der Region Chemnitz

Wir sind Daniel Paul und Max Baar, Gründer des Bestattungshauses Paul & Baar in Chemnitz, der Region Mittweida sowie auch in Frankenberg/Sa.

Als junge Bestatter in Chemnitz sind wir treue Begleiter und Ihre einfühlsamen Seelentröster. Mit modernen Ideen und viel Herzblut gestalten wir individuelle Abschiede, die Ihren Lieben gerecht werden. Themenbestattungen, Erinnerungsschmuckstücke und Naturelemente verleihen jedem Abschied eine besondere Würde und Einzigartigkeit. Unser Antrieb ist es, Ihnen in Ihrer Trauer bestmöglich beizustehen und Ihnen eine helfende Hand zu reichen, wann immer Sie sie benötigen. Gerne kommen wir auch zu Ihnen nach Hause, um Sie persönlich zu beraten und gemeinsam einen würdevollen Abschied zu gestalten. Rufen Sie uns an, wir sind 24h für Sie erreichbar.

Häufige Fragen und Antworten: Was tun im Todesfall?

Wer darf eine Bestattung beauftragen?

Grundsätzlich können die nächsten Angehörigen ein Bestattungsunternehmen beauftragen. Die Totenfürsorge kann jedoch auch durch eine Vollmacht auf eine beauftragte Person übertragen werden, selbst wenn kein Verwandtschaftsverhältnis besteht. Gibt es keine solche Regelung, richtet sich die Zuständigkeit nach der gesetzlichen Reihenfolge der Angehörigen, beispielsweise Ehegatte, Kinder und weitere Angehörige. Eine bestehende Bestattungsvorsorge sowie hinterlassene Wünsche des Verstorbenen sollten dabei berücksichtigt werden.

Die Kosten einer Bestattung tragen grundsätzlich die Erben des Verstorbenen. Unabhängig davon können nach den Bestattungsgesetzen der Bundesländer bestimmte Angehörige zur Organisation verpflichtet sein. Reicht der Nachlass nicht aus und können die Kosten nicht selbst getragen werden, kann beim zuständigen Sozialamt die Übernahme erforderlicher Bestattungskosten beantragt werden. Dabei werden unter anderem die finanziellen Verhältnisse geprüft und entsprechende Einkommens- und Vermögensnachweise verlangt.

Nach der ärztlichen Leichenschau kann ein Verstorbener in Sachsen bis zu 24 Stunden nach Eintritt des Todes zu Hause bleiben. Diese Zeit ermöglicht Angehörigen, sich in vertrauter Umgebung in Ruhe zu verabschieden. Anschließend muss die verstorbene Person in eine geeignete Kühleinrichtung überführt werden.

Auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten ist Hilfe jederzeit möglich. Zunächst muss ein Arzt den Tod feststellen und die Todesbescheinigung ausstellen. Anschließend kann ein Bestattungsunternehmen kontaktiert werden, das rund um die Uhr erreichbar ist und die weiteren organisatorischen Schritte übernimmt.

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